Die heutige Etappe führte uns von Wageningen nach Nieuwegein bei Utrecht. Gegen 10:20 Uhr begab sich Andreas Fath wieder in das Element seiner Wahl, welches in den letzten Wochen zu seinem zweiten Zuhause wurde. Neben der üblichen Besatzung gingen heute auch Anne und Jana mit aufs Boot, sowie Johannes, der die Filmarbeiten übernahm. Während sich Hubert wieder auf seine übliche Tour machte und Andreas mit Begleitung hinterher bzw. vorausjagte, nutzten Mario und ich den Vormittag mit dem freien Wifi des Campingplatzes, um noch ein aktuelles Video sowie einen Blog-Beitrag online zu stellen. Anschließend suchten wir die Unterkunft für die Nacht auf. Im Jachthafen Z.V. De Lek wurde uns Strom, Internet und sanitäre Anlagen bereitgestellt und wärmenden Kaffe und Tee gab es kostenlos, hartstikke bedankt!

Andreas mit BegleitbootDas Wetter war heute wieder einmal nicht auf unserer Seite. Am Nachmittag brach ein richtiger Sturm auf mit starkem Wind und heftigen Regenfällen und Gewitter. Während wir das Unwetter in den Wohnmobilen aussitzen konnten, machten wir uns Sorgen um Andreas und alle Begleiter auf den Booten. Weniger Strömung plus Gegenwind und die dadurch entstehenden Wellen bedeuteten einen enormen Kraftakt für Andreas. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug heute ca. 6 Km/h, also schon deutlich langsamer im Vergleich zu den Spitzengeschwindigkeiten von 10-12Km/h bei Etappen mit mehr Strömung. Regelmäßige Nahrungsaufnahme war erneut essentiell, um die außerordentliche Belastung bewältigen zu können. Zwei mal musste er wegen dem Gewitter auch kurz aufs Boot, bis es sich etwas beruhigt hatte. Zwischenzeitlich befürchteten wir sogar, dass die Etappe nicht beendet werden kann. Etwas später erhielten wir allerdings den Anruf vom Boot, als diese gerade auf halber Strecke eine Schleuse passierten, dass es weitergehen wird und Andreas überzeugt ist, bis zum geplanten Ziel zu schwimmen. Gesagt, getan! Das Wetter schwankte zwar weiterhin zwischen strahlendem Sonnenschein und plötzlichem Wolkenbruch, dennoch meisterte Andreas die 47Km und stieg um 18:50 Uhr aus dem Wasser. Die Erschöpfung war ihm allerdings merklich anzusehen. Nach fast vier Wochen im Wasser und einer so anstrengenden Etappe auch nachvollziehbar. Wir bewundern weiterhin die täglichen Leistungen. Noch zwei Etappen, Cello du schaffst das!


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