>>Hinein in die Fluten des Rheins<<

In der Regel vertragen sich Kameras und Wasser eher wenig, trotzdem hieß es für mich bei der Etappe ab St. Goarshausen, raus aus dem gemütlichen Wohnmobil, hinein in die Fluten des Rheins um einen unserer ausgefallenen Kajakfahrer zu ersetzen.
image4Gerüstet mit Wasserdichtem Euqipment, ging es dann in aller Frühe zum letzten Ausstiegspunkt. Von dort aus sollte zuerst das Kajak zum etwa 10 Kilometer entfernten Einstiegspunkt der neuen Etappe bei der Loreley. Die ersten Paddelschläge waren ungewohnt und immer wieder setzten größere Wellen unser Kajak kurzzeitig unter Wasser, doch ohne uns von den Gesängen der Loreley verleiten zu lassen, erreichten wir unseren ersten Zwischenstopp, bei Rheinkilometer 556. Zusammen mit Andreas Fath und dem Begleitboot kamen wir weiterhin zügig voran. Die Strömung war gut und wir schafften Spitzenleistungen von 1 Kilometer in nur fünf Minuten. Neben uns kreuzten riesige Lastkähne und Ausflugsschiffe, deren Wellen unserem Schwimmer aber wie in der Badewanne vorkamen. Vorbei an Weinhängen und stolzen Burgen ging unser Weg weiter von Boppard über Braubach, bis wir gegen 15:20 unsere eigentliche Ausstiegsstelle bei Koblenz erreichten. Nach 37 Kilometern sollte hier die Etappe beendet sein, doch Andreas war so voller Energie, dass er noch weitere 14 Kilometer in Angriff nahm. So hieß es auch für uns Kajakfahrer nach kurzer Trockenphase und einer kleinen Stärkung, zurück ins Wasser.

Durch Koblenz hindurch und am Deutschen-Eck vorbei folgten wir dem Rhein weiter, unter großen Brücken hindurch und am Atomkraftwerk Kehrlich vorbeiziehend, bis zum Ausstiegspunkt im Yachthafen bei Neuwied. Innerhalb von weniger als einer Stunde legte Andreas die letzten Etappenkilometer zurück und stieg kurz vor 17 Uhr aus dem Wasser.
Dann hieß es Kajak aufladen und zurück zum Campingplatz, von wo aus es direkt weiterging zu einem weiteren tollen Empfang bei Contargo. Für die Gastfreundschaft und das tolle Essen möchte ich mich im Namen des ganzen Teams noch einmal herzlichst bedanken.
Mein Fazit der gestrigen Etappe: 60 Kilometer gepaddelt, mehrere Stunden gefilmt und etliche schöne und neue Seiten des Rheines entdeckt.