Nach der Übernachtung in der Jugendherberge Mannheim war der Start gegen 10:00 Uhr morgens geplant. Ein windiger, aber gleichzeitig sehr sonniger Morgen erwartete uns.
Doch schon beim Frühstück gab es schlechte Nachrichten: Cellos Wunde am Nacken, verursacht durch einen scheuernden Reissverschluss am Neoprenanzug, zeigte deutliche Entzündungsanzeichen auf. Nach einigen Überlegungen fiel die Entscheidung: Ab zum Arzt.

Ein Chefarzt und gleichzeitig Spezialist für Dermatologie wurde nach einigen Telefonaten gefunden und Andreas bekam sofort einen Termin. In der Zwischenzeit ging die Planung um die Route, Pausen, notwendigen Einkäufe voran. Unterschiedliche Besatzung, viele Autos und Wohnwagen, jeden Tag ein anderes Ziel machen diese Planung unersetzlich.
Nach einigen bangen Minuten dann endlich die erleichternde Nachricht:

„Ich schwimme weiter!“

Die Wunde hatte sich wohl durch die ständige Nässe entzündet, der Arzt war nicht begeistert, gab aber sein OK.
Mit diversen Salben, Cremes und Pflastern versorgt konnte der Start schließlich stattfinden, leider zwei Stunden später als geplant.
Problematisch weil der ohnehin sehr lange Tag, mit 74 km eine der längsten Etappen, dadurch weiter in die Länge gezogen wurde.

Es ist allerdings immer wieder erstaunlich zu sehen wie Andreas Fath mit all den Strapazen und Hindernissen umgeht, immer gut gelaunt, erschöpft, aber nie am Limit.
Mit an Bord war heute auch der SWR, ein kleines Filmteam inklusive Unterwasserkamera. Auf die Aufnahmen sind wir richtig gespannt!
In Nierstein, etwa nach 2/3 der Etappe, waren dann die Kräfte doch zu Ende, und nach Beratung mit dem Rest des Teams folgte die einzig richtige Entscheidung in diesem Moment: Abbruch und morgen weiterschwimmen. Gesundheit geht vor. Die Pressetermine für die Ankunft in Mainz wurden auf den nächsten Tag verschoben, was glücklicherweise überall für Verständnis gesorgt hat.
Mit dem Auto in Mainz angelangt wurde Andreas Fath von Jan Rossel, einem sehr kompetenten angehenden Physiotherapeuten, fachgerecht durchgeknetet und leichte Verspannungen gelöst. Vielen Dank nochmal an den Leiter der Schule für Physiotherapie in Mainz, Herr Übele, das war eine wirklich tolle Aktion!

e14_1Zwischenzeitlich begrüßte uns dann auch der Bürgermeister Günter Beck aus Mainz und überreichte einen großen Geschenkkorb, sprach ein paar Worte und entließ den Rheinschwimmer in den Feierabend.

Der Abend fand dann noch einen sehr schönen Abschluss bei einem gemeinsamen Grillfeuer an der Jugendherberge.
Morgen geht’s nach Sankt Goarshausen, in’s Tal der Loreley – eine der schönsten Etappen!


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