Der dritte Tag startete nicht mit der Schwimmetappe, sondern mit einer Pressekonferenz in den Räumen der Hochschule in Chur. Die örtliche Presse wurde dort über die Hintergründe von Rheines Wasser informiert und konnte Andreas Fath direkt mit Fragen löchern.

Aus Platzmangel verbrachte ich den Tag nicht bei Team Video, sondern begleitete Team Analytik bei ihrer Arbeit. Zeitgleich zu den Vorbereitungen der Pressekonferenz sorgten Helga und ich für den Pausensnack von Andreas Fath, damit er während einer Schwimmpause wieder zu Kräften kommt. Zudem wurde der für die permanente Beprobung während des Schwimmens nötige Sampler vorbereitet. Dieser wird in einem großen Gefäß feucht gehalten, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird. Von den Verantwortlichen wurde mir netterweise viel erklärt und ich konnte einige Begriffe und Vorgänge aufschnappen. Die fachübergreifenden Ausmaße des Projektes haben es mir somit ermöglicht, als Studentin der Fakultät Digitale Medien Einblicke in die Arbeit der chemischen Analytik zu bekommen.

Die Pressekonferenz mit Teilen von Team Analytik und Team Video war im vollen Gange, während Helga, Philipp, Jonas und ich zusammen mit unseren Paddlern nach einer geeigneten Einstiegsstelle Ausschau hielten. Diese war auch schnell gefunden, da Andreas ja direkt weiterschwimmen wollte, wo er am Vortag aus dem Wasser gestiegen war.
Während wir auf das Ende der Pressekonferenz und das Eintreffen des Schwimmteams und der Presse warteten, bereiteten Jonas, Philipp und Helga die tagesaktuellen Proben vor. Die beiden Jungs kümmerten sich um die Proben, ich wartete zusammen mit den Paddlern auf den Rest des Teams. Die Pressevertreter aus Russland und der Schweiz waren als erstes vor Ort, teilweise sollten sie sogar mit aufs Raftingboot, um dort Andreas mithilfe unsres Tourguides zu unterstützen.

pk2Bevor sich Andreas auf die Tagesetappe vorbereiten konnte, musste er sich noch vielen Fragen der Presse stellen. Als nach mehreren Verzögerungen die Etappe endlich startete, konnte ich zum ersten Mal Andreas live in Action sehen. Der Rhein hatte eine sehr starke Strömung, sodass er innerhalb kürzester Zeit aus dem Blickwinkel der Wartenden verschwand.
Ich wechselte in das Auto von unserem Fotografen Hubert Braxmaier, um ihn unterwegs zu erwischen und ihm den wohlverdienten Pausensnack zu geben.
Nachdem die geplante Etappe geschafft war und die Pressevertreter wieder den Weg in die Redaktion einschlugen, entschied Andreas, die Etappe noch etwas zu verlängern. Für den kommenden Tag konnte er somit Rheinkilometer einsparen, um vor der schweren Bodensee-Etappe eine etwas kürzere Strecke absolvieren zu müssen.

Abseits des Schwimmens sind wir froh, ab Etappe 5 zurück in Deutschland zu sein. Dies hat aber einen sehr praktischen Grund, denn an die Lebensmittelpresie in der Schweiz würden wir uns wohl nie gewöhnen. Wir Studenten mussten bei 16€ für eine Pizza doch erst mal schlucken.

Ein langer Tag mit viel Fahrerei, Warten, Geduld und Nerven ging schließlich in Bad Ragaz am Campingplatz zu Ende. Immerhin bekamen wir noch neue Unterstützung, da Dennis und Carsten nach langer Anreise endlich mit dem zweiten Wohnmobil zu uns stießen.


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