Es ist 5:26 Uhr, der Morgen dämmert. Gewitter- und Regenwolken sind nicht in Sicht. Es scheint wieder ein schöner Sommertag zu werden, perfekte Voraussetzungen für eine lange Schwimmetappe für Andreas Fath und sein Begleiterteam.

Während die ersten aus ihren Wohnmobilen gekrochen kommen, ist Andreas Fath bereits in seiner alltäglichen Aufwärmphase. 20 Minuten dehnt er sich und bringt den Körper auf Touren. Anschließend widmet er sich wunden Körperpartien und versorgt diese mit Melkfett. Für die täglichen Hochleistungen ist ein ausgedehntes Aufwärmprogramm unumgänglich, um der Herausforderung gewachsen zu sein und Verletzungen zu vermeiden. Zu einem guten Start in den Tag und um den Körper zu stärken gehört natürlich auch ein nahrhaftes, langanhaltendes Frühstück mit Ballaststoffen, Vitaminen und Kohlenhydraten.

Fath im NeoprenanzugMittlerweile ist es 6:41 Uhr, und während sich Andreas Fath seiner Morgentoilette widmet, steht auch das Begleiterteam in den Startlöchern. Bevor er jedoch in seinen Neoprenanzug steigt und mit ein paar Beweglichkeitsübungen dessen Sitz überprüft, wird auch der Sampler, über welchen kontinuierlich Stoffe aus dem Wasser gefiltert werden, einem Check unterzogen. Zur gleichen Zeit begibt sich das Begleitboot mit Kapitän, Rettungsschwimmer und Kamerateam auf Position und erwartet den Schwimmstart. Um 7:09 Uhr zieht sich Andreas Fath seine Bademütze und Schwimmbrille auf und steigt ins Wasser. Nun heißt es sich die Kraft einzuteilen und mit gleichmäßigen Armzyklen in einen guten Schwimmrhythmus zu kommen. Um für eine ausreichende Hydration zu sorgen wird er stündlich Flüssigkeit zu sich nehmen.

Zug um Zug nähert er sich dem nächsten Etappenziel. Der Rest des Teams bricht derweil das Lager der Nacht ab und macht sich auf den Weg zum nächsten Etappenziel, wo schließlich die Vorkehrungen für die anstehende Ankunft des Sportlers getroffen werden.

11:53 Uhr. Andreas Fath macht eine Pause um seinen Energiehaushalt aufzustocken, bevor er sich wieder dem Element Wasser hingibt. Am Rheinufer stehen begeisterte Passanten und feuern ihn an, was zusätzlichen Schub für die kommenden Stunden gibt. Am Etappenziel warten bereits zahlreiche Menschen auf seine Ankunft. Auch die Presse ist vor Ort und das Team kümmert sich um einen geregelten Ablauf, bereitet die Lagerung der Wasserproben vor und hat die Ausstiegsstelle mit Fähnchen markiert.

Da kommt er! 17:38 Uhr erreicht Andreas Fath das Ziel und steigt nach einer langen und reibungslosen Etappe erschöpft aus dem Wasser. Fröhlich begrüßt er die auf ihn Wartenden. Danach ist es Zeit für eine warme Dusche und ein „nudeliges“ Abendessen mit seiner Familie und dem Begleiterteam. Reger Austausch mit dem Team und ein Resumé über den Verlauf des Tages sowie den gewonnenen Wasserproben beschließen den Arbeitstag. Bei einem gemütlichen Gläschen Wein erfährt der erfolgreiche Tag schließlich einen würdigen Ausklang.

21:14. Zeit fürs Bett, denn für den kommenden Tag steht erneut ein langes Programm auf dem Tagesplan.


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